Mit Knusperhexen unterwegs im Linder Märchenwald - Frauenkarneval voller Gags und buntem Treiben

Schlichte, aber effektvolle Dekorationen vermittelten im Saal des Hauses Burger am 04.02.2012 den Zauber eines Märchenwaldes, der die bunt kostümierten Gäste vom ersten Augenblick an in frohe Laune versetzte. Frisch und ungezwungen moderierten Iris Schmidt, Veronika Aichinger und Lisa Kopper bereits zum zweiten Mal den Frauen- und Seniorenkarneval der kfd-Linde, der zum Dorfleben gehört, wie die Butter aufs Brot.

 

Auch die "Wildschürzen" schmissen gekonnt ihre Beine

 

Das beinahe sechsstündige Programm ließ keine Wünsche offen. Angefüllt von illustren Tanzdarbietungen, die Glanz und Bewegungsfreude aller Facetten auf die Bühne brachten. Angefangen von den "Kleinen" des TSC-Lindlar, über Michaelas Kids aus Linde und umliegenden Ortschaften, Carolines Dancing-Girls, den routinierten Turniertänzerinnen des TSC, den "Wildschürzen" der Linder Schützenbruderschaft, den "Paraplüs" aus Fenke, bis hin zum absoluten Höhepunkt, den "Dancing Daddys" aus Frielingsdorf.

 

Visionen der Kirche 2050 - Seelsorge per Callcenter

 

Neben Rhythmik, die ins Blut geht, Impressionen, die unvergessen bleiben, faszinierte die Anmut und Bewegungsfreude der Kinder und Enkelchen. Mit berechtigtem Stolz brauchten sich manche Großeltern der Freudentränen nicht zu schämen. Den Reigen der Sketche eröffnete das Thema: "Kirche 2050". Trefflich inszenierten Leonore Kremer und Roswitha Busemann aus dem Leitungsteam der kfd-Linde eine spitzfindige Vision der "Seelsorge per Callcenter". Pfarrer Stephan Pörtner und die Diakone Burkhard Wittwer und Michael Horn weideten Kirche und Erderwärmung satirisch aus.

 

Schneewittchen modern - Glassarg aus Plastikflaschen

 

Schlag auf Schlag heizten altbewährte dorfeigene Gruppen die Programmdynamik an. Kontrastreich gaben sich die Damen der Antje-Gruppe. Neben einer Persiflage auf das Märchen von Schneewittchen im Entsorgungs- und Recycling-Look bewiesen sie als Schwarze Engel, wie schön es sich in der Hölle tanzen lässt. Die Damen der Roswitha-Gruppe inszenierten einen Barbesuch mit Ehefrau und entsprechend eklatantem Ausgang. Bekannt für originelle Leckerbissen überraschten die Damen der Sabine-Gruppe mit einer Parodie auf die Bläckföös, zünftig mit den Füßen dargeboten. Da sie sich beim Proben und vor dem Auftritt gern mit einen Schluck Freixenet aufmuntern, flog ihnen der Künstlername "Frech und Nett" förmlich zu, unter dem sie den Linder Karneval sicherlich auch in der Zukunft mit ihren Ideen aufmischen werden.

 

Roland der Blumenmann war der absolute Brüller

 

Als Newcomer attackierten die Damen der Lisa-Veronika-Gruppe die Zwerchfelle mit einem tollen Strumpfhosentanz. In alter Treue gab Hildegard Orbach das neueste von Fritzchen zum Besten, sorgte der Aufzug des Lindlarer Dreigestirns für einen glanzvollen Höhepunkt, prägte der Musikverein Linde mit fetzigen Weisen das Finale. Der absolute Brüller des Abends war ein Playback nach Jürgen von der Lippe, das Roland Hehl als Blumenmann spitzenmäßig mimte. (Bericht und Fotos: Erwin Overödder)