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Die schönsten Stunden im Segelflugzeug und Wohnmobil verbracht

Naturverbunden, kontaktfreudig und hilfsbereit – so kann man die Eheleute Georg (73) und Hilde (71) Reschka kurz umschreiben, die sich vor 50 Jahren, am 14. September 1957, in der Pfarrkirche „St. Severin“ zu Lindlar das Ja-Wort gaben. Gottes Segen erteilte ihnen Pfarrer Theodor Braun.

 

Georg Reschka erblickte am 22. November 1933 in Gläsen/Oberschlesien das Licht der Welt. Dort wurde er zwar eingeschult, konnte aber die Schulbank infolge der brisanten und verworrenen Kriegsereignisse kaum drücken. Im Zuge der Vertreibung gelangte er am 8. Juni 1946 über Uelzen und Wipperfürth nach Linde, wo er mit seinen Angehörigen in Unterommer einquartiert wurde.
Bei seiner Entlassung aus der katholischen Volksschule zu Linde konnte er 1949 auf knapp viereinhalb Unterrichtsjahre zurückblicken. Sein Grundwissen verdankt er fast ausschließlich Hauptlehrer Grüterich. In einem Lindlarer Landmaschinenbetrieb erlernte er den Beruf des Maschinenbauers, den er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1991 in vielen namhaften Firmen des Rheinisch-Bergischen-Kreises ausübte.

 

Hilde Hungenberg wurde am 9. Dezember 1935 in Voßbruch geboren und wuchs in der elterlichen Landwirtschaft auf. Sie besuchte von 1942 bis 1951 die Katholische Volksschule an der Eichenhofstraße. Schmunzelnd erinnert sie sich an den 1. Juni 1952. Auf der Pfingstkirmes in der Helling büxte das junge Mädchen aus der Obhut des Vaters aus und ließ sich von Georg Reschka gerne zur Schießbude entführen.

 

Statt der anvisierten roten Rose fiel zunächst ein Storch und dann erst die Rose. Diese Omen für Familienglück und Liebe haben die beiden Verliebten über fünf Jahre treu bewahrt, auch als Georgs Gesellenprüfung die Begegnungen zeitweise sehr beschränkte. Dem damaligen Lebensstandard entsprechend wandelte er im wahrsten Sinne des Wortes zwischen Linde und Voßbruch auf „Freiersfüßen“.

 

Nach der Heirat richteten sie sich in Linde, Siedlung 7, ein. Das Anwesen heißt heute Im Berggarten 13. Ihre berufliche Tätigkeit in der Wollspinnerei Engelskirchen gab Hilde Reschka zu Gunsten des Familienlebens auf. Den Kindersegen eröffnete Josef-Georg 1959, gefolgt von Markus 1960 und Irmhild 1963. Ihnen, ihren Ehepartnern und 6 Enkelkindern gilt die ganze Liebe und Fürsorge der Goldhochzeiter. Alle wissen das offene Haus von Opa und Oma hoch zu schätzen.

 

Seit 1959 prägte die Segelfliegerei entscheidend das Freizeitverhalten der ganzen Familie. Naturverbundenheit und Kameradschaft auf der Holzer Alm weckten die Lust auf Camping. Zwei Jahrzehnte bereisten Georg und Hilde mit Wohnmobil und Boot die schönsten Gegenden Europas. Höhepunkte waren die klassischen Urzellen des Segelflugsportes, die Wasserkuppe in der Rhön sowie Gronau im Riesengebirge. Mit Wandern und Seniorensport halten sie sich fit.

 

Unter großer Anteilnahme rüsten sich die Nachbarn und die ganze Dorfgemeinschaft Linde zum goldenen Ehejubiläum ihrer beliebten Mitbürger und sehen dem Ständchen am Mittwoch, 12. September, um 19:30 Uhr mit Freude entgegen. Die Dankmesse ist am Freitag, 14. September, um 17:00 Uhr in der Pfarrkirche „St. Joseph“ zu Linde. 

Georg und Hilde Reschka blicken in Dankbarkeit auf 50 glückliche Ehejahre zurück